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Eine Einladung zum Verweilen

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

diese Sammlung von Texten ist kein gewöhnliches Buch. Es ist weder ein Ratgeber noch eine systematische Abhandlung. Es ist eine Sammlung von Momenten – eingefangen in Worten, destilliert zu Weisheit, geformt zu Poesie.

Die Kunst des Innehaltens

In einer Welt, die uns ständig vorwärts drängt, lädt dieses Buch Sie ein, innezuhalten. Jeder Aphorismus ist wie ein kleiner Stein, den Sie in den stillen See Ihres Bewusstseins werfen können. Beobachten Sie die Kreise, die entstehen. Spüren Sie die Resonanz in Ihrem Herzen.

 

Die hier versammelten Gedanken sind nicht dazu da, schnell gelesen und abgehakt zu werden. Sie sind Samen für Ihre Kontemplation, Türöffner zu tieferen Einsichten, sanfte Erinnerungen an das, was wirklich wichtig ist.

Zurück zum gegenwärtigen Augenblick

Jede Zeile in diesem Buch ist eine Einladung, aus dem Autopiloten des Alltags auszusteigen und wieder bewusst zu leben. Die Aphorismen sind wie kleine Glocken, die Sie zurück in den gegenwärtigen Moment rufen. Die lyrischen Texte sind Fenster zu einer Welt, die immer da ist, aber oft übersehen wird – die Welt der Schönheit, die sich in jedem Augenblick offenbart.

Bewusstheit und Achtsamkeit

Diese Sammlung von Texten laden Sie herzlich ein,  den Unterschied zwischen Bewusstheit und Achtsamkeit zu entdecken und beide zu kultivieren.

 

Bewusstheit ist das, was Sie in Ihrem tiefsten Wesen sind – die reine Präsenz, das unveränderliche Gewahrsein, das alle Erfahrungen wahrnimmt. Bewusstheit ist nicht etwas, was Sie entwickeln müssen, sondern etwas, was Sie erkennen können. Sie ist der stille Zeuge in Ihnen, der Raum, in dem alle Gedanken, Gefühle und Empfindungen auftauchen und wieder vergehen.

 

Achtsamkeit ist die Praxis, die aus dieser Erkenntnis erwächst – die bewusste Aufmerksamkeit für das, was gerade ist. Während Bewusstheit Ihr wahres Wesen ist, ist Achtsamkeit der Weg, wie Sie dieses Wesen im Alltag leben können.

 

Die Texte auf dieser Seite sind Brücken zwischen beiden: Sie erinnern Sie an Ihre wahre Natur als reines Bewusstsein und laden Sie gleichzeitig ein, achtsam mit jedem Moment umzugehen. Manche Worte werden Sie direkt in die Stille Ihres Wesens führen, andere werden Sie dazu inspirieren, bewusster zu atmen, zu gehen, zu lieben.

Wie Sie diese Texte nutzen können

Für die morgendliche Besinnung: Nehmen Sie eine beliebigen Aphorismus oder lyrischen Text  und lassen Sie den Text auf sich wirken. Was spricht Sie heute an? Was braucht Ihr Herz zu hören?

 

Für Momente der Pause: Wenn der Tag Sie überrollt, öffnen Sie das Buch und finden Sie einen Moment der Stille. Lassen Sie die Worte wie einen sanften Regen auf Ihre Seele fallen.

Für die abendliche Reflexion: Nehmen Sie einen Gedanken mit in die Stille des Abends. Lassen Sie ihn in Ihnen nachklingen, während Sie zur Ruhe kommen.

Für Zeiten der Herausforderung: Wenn das Leben schwierig wird, können diese Worte wie Leuchtfeuer sein, die Sie daran erinnern, dass auch in der Dunkelheit Licht zu finden ist.

Die Sprache des Herzens

Die hier versammelten Texte sprechen nicht primär zum Verstand, sondern zum Herzen. Sie sind in der Sprache der Seele geschrieben – in Bildern, Metaphern und poetischen Wendungen, die direkt zu Ihrem innersten Wesen sprechen.

Lassen Sie sich nicht davon irritieren, wenn nicht jeder Text sofort "verstanden" wird. Manche Wahrheiten erschließen sich erst in der Stille, manche Erkenntnisse reifen langsam heran wie Früchte an einem Baum.

Ein Begleiter für alle Jahreszeiten

Dieses Buch ist dazu gedacht, Sie über Jahre zu begleiten. Ein Text, der Sie heute kalt lässt, kann morgen Ihr Herz berühren. Ein Aphorismus, der Ihnen heute selbstverständlich erscheint, kann in einer anderen Lebensphase zu einer Offenbarung werden.

Die Schönheit des Augenblicks ist zeitlos – und doch zeigt sie sich in jedem Moment neu. Genauso verhält es sich mit den Worten in diesem Buch. Sie sind Spiegel, die Ihnen zeigen, wo Sie gerade stehen auf Ihrem Weg.

Die Einladung

Ich lade Sie ein, diese Aphorismen und Lyrik nicht zu lesen, sondern zu erleben.

Nicht zu konsumieren, sondern zu kosten. Nicht zu verstehen, sondern zu spüren.

Lassen Sie sich Zeit. Verweilen Sie. Reflektieren Sie. Lassen Sie die Worte in Ihnen arbeiten wie Hefe im Teig – langsam, aber transformierend.

Kehren Sie immer wieder zurück – zu den Texten, zu sich selbst, zum gegenwärtigen Augenblick. Denn hier, in diesem Moment, offenbart sich die wahre Schönheit des Lebens.

Ein Geschenk an sich selbst

Betrachten Sie jede Minute, die Sie mit diesen Texten verbringen, als ein Geschenk an sich selbst. In einer Welt, die ständig Ihre Aufmerksamkeit fordert, schenken Sie sich selbst das Kostbarste, was Sie haben: Ihre bewusste Präsenz.

Die Schönheit des Augenblicks wartet nicht darauf, entdeckt zu werden. Sie ist bereits da. Sie ist immer da. Diese Worte sind nur Wegweiser, die Sie daran erinnern, hinzuschauen, hinzuhören, hinzuspüren.

 

Mögen diese Seiten Sie begleiten auf Ihrem Weg zurück zu sich selbst, zurück zum Leben, zurück zur Schönheit, die in jedem Augenblick auf Sie wartet.

 

Willkommen im gegenwärtigen Moment.
Willkommen in der Schönheit des Augenblicks.

"In der Ruhe zwischen den Worten liegt die Wahrheit.
In der Pause zwischen den Gedanken liegt der Frieden.
In der Stille des Augenblicks liegt das Leben selbst."

 

                                                                                                          André Rehfisch

„Mensch im Augenblick!“

 

 

„Denke nicht darüber nach, aufzustehen,

stehe auf.

Denke nicht darüber nach zu helfen,

helfe.

Denke nicht darüber nach, zu geben,

gebe.

Denke nicht darüber nach zu verzeihen,

verzeihe.

Denke nicht darüber nach weg zu laufen,

sei da.

Denke nicht darüber nach zu lächeln,

lächle.

Denke nicht darüber nach zu leben,

lebe.

Denke nicht darüber nach zu lieben, 

liebe.

Denke nicht über die Menschen nach,

sei Mensch.“

Denke nicht darüber nach irgendwo zu sein,

sei in der Gegenwart.

 

 

„Mensch, stehe auf, helfe, gebe, verzeihe und sei da, lächle, lebe, liebe,

sei Mensch der Gegenwart“

Verwundet und verletzlich werde ich von der Schale des Lebens,

der ewigen Präsenz reinen Bewusstseins,

in seiner unendlichen Stille getragen,

dessen Licht ich bin.

Seelengold

Lebendiges Seelengold

Strahlst Du lachend,

allzeit wachend in die Zeit,

warst Du doch schon vor der Zeit,

alte Seele.

Du bist, wie Du bist,

dennoch gibt es nur eins.

Nichts brauchend,

verbraucht es sich nicht.

Immer nimmer müde malst Du Formen der Endlichkeit,

die trotzdem vergehen.

müde wirst Du außen,

innen bleibt es, wie es ist.

Freudig hoffnungsvoll im Schmerz

in Liebe weinend,

voller Leid im Kummer,

traurig meinst Du, dass Du gehst,

obwohl Du bleibst, weißt Du es noch nicht,

dass es ist, wie es ist,

dass Du bist, wie es ist.

Folge dem Blick im Spiegel zurück zu Dir

Und siehe Dich in der Stille an,

wieder und wieder,

bis Du erkennst, hinter der Form,

dass Du es bist, wonach Du schon solange suchst.

Lebendiges Seelengold auf ewig

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Das Leben bleibt nur ein Traum in der Vergangenheit und nur ein Wunsch für die Zukunft, gelebt und erfahren wird das Leben jedoch immer nur in diesem einen großartigen Augenblick.

Sei Dir dessen bewusst und sei dankbar.

Es ist ein „Präsent.

Die Vergangenheit ist traurig, weil sie früher mal eine Zukunft war.

Die Zukunft ist stolz und will von der Vergangenheit nichts wissen.

Lediglich der Augenblick hält sie beide geduldig an der Hand und sagt:

„Lasst allen Stolz und Traurigkeit los, es ist alles gut, so, wie es im Augenblick ist.“

Da ließen die Vergangenheit und die Zukunft los und waren nicht mehr als nur eine Illusion.

Liebe ist,

der Raum der Stille ist Liebe

Diesen Raum wirst Du nur betreten, wenn Du eingeladen bist.

Sein Eintritt ist ein Geschenk der Gnade, die, die Stille ist.

Wenn die Gnade Dich ansieht, dann siehst Du sie im Augenblick,

bereit zu leben in der Lebendigkeit.

Frage nie, wann wird das sein.

Es wird nie Sein, auch wenn Du versuchst, es an das Maß der Zeit zu binden.

Glaube keiner Antwort, denn es gibt keine,

da es keine Frage dazu gibt.

Ich bin sehr wichtig, sagt die Vergangenheit, mich gibt es schon lange, wenn Du nicht an mich denkst, gibt es für Dich keine Erinnerungen.Ich bin sehr wichtig, sagt die Zukunft, mich wird es immer geben, in mir kannst Du von Deinen Wünschen träumen.

Ich bin das ewige, wahre Leben, sagt die Gegenwart, mich wird es nie geben,

wenn Du mich nicht augenblicklich wahrnimmst.

Wie wichtig das für Dich ist, sei Dir selbst überlassen.

Was bleibt ist Liebe

 

Feine Seele

still & zart

langsam, leise, liebesbunt.

Liebeswunsch trotz liebeswund,

schwingend wartest du auf den Moment, der nicht kommt,

weil er schon ist, was es ist,

bleibt es zeitlos, grenzenlos und ewiglich zugleich,

trotzdem du denkst.

Selig lebst du in der Angst

Freudvoll weinend nach dem Wir,

sehnsuchtsvoll berührt.

Allein genügt nicht, weil Liebe, Liebe will

und sich im Spiegel selbst erkennt.

Kleine Schritte, mühevoll leicht

Brillant gebummelt in deiner Zeit,

lebst du in der Ewigkeit,

die für Dich nicht begonnen,

da sie auch heute nicht enden wird,

selbst, wenn die Liebe die Liebe findet,

weil sie weiß,

dass sie lebendig ist.

Liebe wider Angst,

was bleibt ist Liebe.

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Beobachte schweigend, aus der Ewigkeit des Augenblicks heraus

das Kommen und Vergehen der Dinge in Deinem Leben, um dabei die Liebe wahrzunehmen, die aus der Stille des Tempels deines Herzens emporsteigt.

Einzigartige Seele

 

Einzigartige Seele bist Du,

ewig, fragil, wert und voll,

gehst Du Deiner Wege.

Narbenherz

heilig wund

groß und mutig,

fühlend, nehmend, gebend und verletzlich

schwingst Du in dem großen,einen Spiel der endlichen Formen

zwischen den Welten, die Dich manchmal zu zerreißen drohen,

ohne Unterlass, gehst Du Deiner Wege,

Würde wider Angst,

Liebe wider Schmerz,

immer wieder Liebe,

weit und warm

Hoffnung bist Du

einzigartige Seele gehst Du Deiner Wege

bis Du dort ankommst,

wo Du jetzt schon bist.

Das Licht der Gegenwart vertreibt die Schatten der Vergangenheit und

die Nebel der Zukunft.

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Der Zukunft liegt die Gegenwart zugrunde.

Ein Grund mehr, um präsent in der Gegenwart zu sein.

Nicht wegen der Zukunft, sondern wegen der Gegenwart.

Sehnsucht ohne Notwendigkeit

Sanft im Sein

Wach im Jetzt

lebendig beschwingt

malst Du Bilder aus der Ferne in mein freudig, stilles Herz.

Teilst Leben liebend ohne Sicherheit an den,

der wartet ohne Zeit.

Farben formen Worte,

neuer Morgen feuerwarm,

sachte, ganze leise gespürt, kaum glaubend, vertraut.

Der Zufall, gemalt vom ewigen Glück.

Geschmeidig interessiert findet sich, was längst bekannt,

erkennt es sich nach und nach,

was einst bestand.

Von Gott geschenkt,

weil das Leben an uns denkt.

Im Schmerz verbunden,

die Sehnsucht schreit.

Erschöpft vom Kampf,

lächelnd geweint.

Kein Platz mehr für Wunden, derer sind es genug.

Die Zeit ist reif den Weg zu gehen an den einen Ort,

der nur uns gehört.

Ewiger Liebeswunsch, der nie vergeht,

den Augenblick zum Greifen nah,

was es jetzt braucht, ist Mut,

alles sonst ist da.

Was ist, ist Liebe

In der Sehnsucht ohne Notwendigkeit.

In die Zukunft kommst Du nur durch das Tor der Gegenwart.Für dieses Tor gibt es nur einen Schlüssel und der heißt Bewusstheit.

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Das einzige Licht, dass heller als 1000 Sonnen leuchtet, ist das Licht der ewigen Bewusstheit, aus der das Licht der Sonnen ihren Ursprung nimmt.

Wenn Du immer weißt, dass Du bist, bist Du da, wo die meisten nicht sind, nämlich immer präsent im gegenwärtigen Augenblick.

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Wir sollen den Dingen ihre eigene Zeit lassen,

damit sie sich entwickeln,

wie sie können.

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Wie warme, gleißende Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche eines ruhenden Sees, reflektiert sich selbst das strahlende Bewusstsein

im Spiegel des unendlichen Raums Deiner Seele, 

wenn die Zeit dafür gekommen ist.

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„Gegenwärtig-Sein“ ist das augenblickliche Wahrnehmen eines Momentes mit der ungeteilten Freude, Neugier und Zeitlosigkeit eines Kindes im Hier und Jetzt.

Die reine Lebendigkeit an und für sich.

Wenn Du ganz bewusst aus der Stille und aus einem Abstand heraus Das,

was es wirklich ist, erkennst

und ab sofort weißt, dass du nicht Deine Gedanken bist, nicht Deine Gefühle,

Deine Emotionen, auch nicht Deine Körperempfindungen,

dich weder mit Deinem Kummer, Schmerz, noch mit Deinem Leid identifizierst, und einfach nur da sein kannst, wo Du gerade bist, ohne zu werten,

dann weißt du endlich,

wer Du wirklich bist.

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Fakt ist nur der gegenwärtige Augenblick.

Erleuchte das Dunkel deines Lebens mit dem Licht deines Gewahrseins.

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Bewegende Stille

 

Geborgen verletzt

 

Glücklich schwach

 

verwundet vom Gestern,

 

im Denken gestorben,

 

im Morgen verloren,

 

wirst Du nie besser als jetzt, Mensch.

 

Jetzt trifft niemals Gleich.

 

Lebe Liebe

 

ewig zauberhaft

 

Hoffnungslose Zuversicht

 

bist Du alte Seele,

 

gebrochen ganz.

 

allzeit reisend,

 

auf dem Wege längst angekommen.

 

Schöpfende Lebendigkeit,

 

aus der Stille, die sich bewegt.

 

 Bleibst Du immer neu, alte Seele.

 

Nie müde vom Da-Sein

 

doch vom Leben erschöpft,

 

 trägt sich selbst, was tragen kann.

 

Es ist sich selbst, was sein kann.

 

Außer sich, fehlt sich nichts,

 

weil nichts der Ganzheit fehlt

 

in der Stille, die sich stets bewegt.

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