Der Moment der Inspiration zum Schreiben
- arehfisch

- 17. Apr.
- 1 Min. Lesezeit

Es war am dritten Tag meines Aufenthalts, als es geschah. Ich saß in der kleinen, abgelegenen Maurus-Kapelle im Donautal und betrachtete das schlichte Kreuz über dem Altar. Die Morgensonne warf warme Lichtstrahlen durch die bunten Fenster und tauchte den Raum in ein sanftes Glühen.
Plötzlich durchfuhr mich ein Gedanke wie ein Blitz: Ich musste meine Geschichte erzählen. Nicht aus Eitelkeit oder dem Wunsch nach Aufmerksamkeit, sondern aus einem tiefen Bedürfnis und Impuls heraus, das zu teilen, was ich gerade zu verstehen begann und vor allem als eigene bewusste Reflexion.
Richard Rohrs Buch hatte mir gezeigt, dass ich nicht allein war mit meinen Erfahrungen. Wenn seine Worte mich so tief berühren konnten, dann gab es sicher andere Menschen, die ähnliche Wege gegangen waren oder gerade gingen. Menschen, die sich genauso verloren, gefühlt hatten wie ich. Menschen, die nach Antworten suchten. Ja, viele Menschen suchen nach Antworten. Viele Menschen haben Fragen. Ist es im Leben so, dass wir so viele Fragen haben, und warum ist das so?
Die Inspiration kam nicht als laute Stimme oder dramatische Vision. Sie war leise, fast schüchtern, wie ein zarter Windhauch. Aber sie war da, unüberhörbar und unübersehbar. Ich spürte, wie sich in mir etwas öffnete, eine Tür zu einem Raum, den ich noch nicht kannte.






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