Die Begegnung mit Richard Rohrs Buch
- arehfisch

- 4. Apr.
- 1 Min. Lesezeit

Am ersten Tag meines Aufenthalts führte mich mein Weg in die Klosterbuchhandlung. Zwischen den Regalen voller spiritueller Literatur suchte ich nach etwas, das meine Fragen beantworten könnte. Meine Finger glitten über die Buchrücken, als würden sie von selbst nach dem richtigen Titel suchen.
Dann blieb mein Blick an einem schmalen Band hängen: "Nur wer absteigt kommt auch an" von Richard Rohr. Der Titel sprach mich sofort an. Absteigen? In einer Welt, die nur das Aufsteigen, das Höher-Schneller-Weiter kannte, klang das wie eine Provokation.
Ich schlug das Buch auf und las die ersten Zeilen. Es war, als würde jemand direkt zu mir sprechen, als hätte der Autor meine innersten Gedanken gelesen. Hier war jemand, der verstanden hatte, was ich nur ahnte: dass der Weg nach oben manchmal durch das Tal führt.
Das schmale Büchlein war an Seiten bescheiden, aber sein Inhalt hatte das Gewicht von Tonnen. Schon nach den ersten Seiten spürte ich, wie sich etwas in mir bewegte. Es war, als würde ein Schlüssel in ein Schloss passen, das ich gar nicht bemerkt hatte.






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